›Familien stärken‹ ist ein Programm, das Eltern und Kinder darin unterstützt, das Leben in der Familie harmonisch zu gestalten. Dieses Programm wird seit über 20 Jahren sehr erfolgreich in den USA, England und Schweden eingesetzt. Kinder und Jugendliche, die mit ihren Familien an dem Programm teilnehmen, kommen besser in der Schule zurecht und konsumieren seltener und in der Menge weniger Tabak, Alkohol oder illegale Drogen wie Cannabis.

Die teilnehmenden Eltern berichten über verbesserte Erziehungskompetenzen und ein harmonischeres Miteinander in der Familie.


Ziel des Programms ist es, das Leben in der Familie angenehmer zu gestalten, indem das Miteinander gestärkt wird. Kinder lernen, mit den Problemen, welche das Erwachsenwerden mit sich bringt, umzugehen.

Es werden ihnen Wege gezeigt, wie man mit Stress und Gruppendruck im Freundeskreis klar kommt. Eltern werden bei der Erziehung unterstützt, indem über praktische Tipps Erziehungskompetenzen im Alltag vermittelt werden.

Damit auch Familien in Deutschland von diesem wirkungsvollen Programm profitieren können, bietet das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf in Kooperation mit der Medical School Hamburg ›Familien stärken‹ nun auch in der Bundesrepublik an und überprüft seine Wirksamkeit.

„Familien (achtsam) stärken“ unterstützt die gesamte Familie dabei, wichtige Entwicklungsphasen im Kindes- und Jugendalter gemeinsam erfolgreich zu meistern (u.a. die Pubertät, Schulthemen, Freundschaften). Es handelt sich um ein Multi-Familien-Präventionsprogramm, das in den USA entwickelt wurde und sich mittlerweile in verschiedenen Ländern bewährt hat. Familien, die bereits an dem Programm teilgenommen haben, berichteten von einem harmonischerem Miteinander; Eltern fühlten sich gestärkt in ihrer Erziehungskompetenz; ihre Kinder zeigten weniger Probleme in der Schule und sie griffen seltener zu Zigaretten, Alkohol oder illegalen Drogen.

Die Kinder lernen, Probleme, die die Pubertät und das Heranwachsen mit sich bringen, zu meistern (z.B. Umgang mit Stress und Konflikten, Bedürfnissen und Gefühlen sowie mit Gruppendruck und Beziehungen zu Gleichaltrigen).

Die Eltern werden bei der Erziehung unterstützt, indem Ihnen alltagspraktische Tipps und Erziehungskompetenzen vermittelt werden (z.B. mit Kindern Probleme lösen und Regeln vereinbaren, Liebe und Wertschätzung kommunizieren, Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum bei Jugendlichen entgegenwirken).

Kinder und Eltern lernen auf praktische und spielerische Art und Weise, wie sie das Erlernte gemeinsam in ihrem Familienalltag umsetzen können (z.B. positive Kommunikation in der Familie, Fördern von Ressourcen und Stärken der Familie).

Hintergrund

Mit der Zielsetzung, das wissenschaftlich fundierte und nachweislich wirksame „Familien stärken“-Programm einer breiten Bevölkerungsgruppe in Deutschland zur Verfügung zu stellen, hat das Deutsche Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) das Programm für den deutschsprachigen Raum übersetzt, kulturell adaptiert und evaluiert. Darüber hinaus wurde eine zweite Version des Programms entwickelt, die zusätzliche Achtsamkeitsaspekte umfasst – das sogenannte „Familien (achtsam) stärken“-Programm. In Kooperation mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Medical School Hamburg (MSH) möchte das DZSKJ die beiden Programmvarianten bezüglich ihres Einflusses auf die psychische und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie damit einhergehenden suchtpräventiven Aspekten vergleichen.

Fördermittel

Das Projekt „Familien (achtsam) stärken“ wird im Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit Unterstützung aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Vereins „Keine Macht den Drogen“ und des „Fördervereins für suchtgefährdete Kinder und Jugendliche e. V.“ durchgeführt.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Das BMBF finanziert im Rahmen des Förderschwerpunktes Präventionsforschung die Studie zur Evaluation von „Familien (achtsam) stärken“ mit dem Bestreben, den Bereich Gesundheitsförderung und Prävention als vierte Säule des Gesundheitssystems neben Heilung, Pflege und Rehabilitation weiter auszubauen.

KEINE MACHT DEN DROGEN e.V.

Der gemeinnützige Förderverein KEINE MACHT DEN DROGEN engagiert sich seit 1999 in der Prävention von Suchtverhalten. Dazu werden Projekte ins Leben gerufen, die Schulen, Sportvereine sowie private Gruppen bei der Durchführung von Präventionsveranstaltungen beraten und unterstützen.

Förderverein für suchtgefährdete Kinder und Jugendliche e.V.

Der Förderverein für suchtgefährdete Kinder und Jugendliche e.V. am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche über Suchtgefahren durch altersgerechte Kampagnen zu informieren sowie durch gezielte Maßnahmen die Suchtprävention und -behandlung zu fördern.

Unterstützer und Förderer

Fördermittel

Das Projekt ›Familien stärken‹ wird im Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit Unterstützung aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Vereins „Keine Macht den Drogen“ und des „Fördervereins für suchtgefährdete Kinder und Jugendliche e. V.“ durchgeführt.

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert im Rahmen des Förderschwerpunktes Präventionsforschung die Multicenterstudie zur Evaluation von ›Familien stärken‹. Ziel ist es, die Gesundheitsförderung und Prävention als vierte Säule des Gesundheitssystems neben Heilung, Pflege und Rehabilitation auszubauen.

KEINE MACHT DEN DROGEN e.V.

Der gemeinnützige Förderverein KEINE MACHT DEN DROGEN engagiert sich seit 1999 in der Prävention von Suchtverhalten. Dazu werden Projekte ins Leben gerufen, die  Schulen, Sportvereine sowie private Gruppen bei der Durchführung von Präventionsveranstaltungen beraten und unterstützen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, was sie fit macht und im Leben stärkt.

Förderverein für suchtgefährdete Kinder und Jugendliche e.V.

Der "Förderverein für suchtgefährdete Kinder und Jugendliche e.V." am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche über Suchtgefahren durch altersgerechte Kampagnen zu informieren sowie durch gezielte Maßnahmen die Suchtprävention und -behandlung zu fördern.