Die Ergebnisse der Hamburger Multicenter Studie

In einer multizentrischen randomisiert-kontrollierten Evaluationsstudie (ausführlich bei Baldus et al., 2017; Bröning et al., 2017, 2014) wurde die Effektivität des Programms ›Familien stärken‹ in Deutschland untersucht. Durchgeführt wurde das Programm in sozial-benachteiligten Bezirken in den vier Ballungsräumen Hamburg, München, Hannover und Schwerin.

 

In der Untersuchung wurde das Programm ›Familien stärken‹ mit einem Eltern-Kurzprogramm verglichen. Die Familien wurden über Schulen rekrutiert, innerhalb einer Schule parallelisiert und im Losverfahren einer der beiden Gruppen zugewiesen.

 

Beide Gruppen wurden insgesamt vier Mal innerhalb von etwa zwei Jahren zu Hause von unseren Mitarbeitern zu verschiedenen Themen interviewt. Diese Befragungen betrafen zum Beispiel das Verhalten der Kinder und Jugendlichen in der Schule, das allgemeine Wohlbefinden, das Zusammenleben in der Familie und die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander.

 

Die Kinder wurden auch zu ihrem Tabak-, Alkohol- oder Cannabiskonsum befragt. Zielvariablen der Untersuchung waren hier das Einstiegsalter für Alkohol- und Drogenkonsum, die Menge des Alkohol- und Drogenkonsums in den letzten 30 Tagen sowie die psychische Gesundheit und Selbstwirksamkeitserwartungen der Kinder und Jugendlichen. Messzeitpunkte waren jeweils vor und direkt nach der Teilnahme am Programm, sowie 6 beziehungsweise 18 Monate nach Teilnahme als Nachbefragung.

Die Ergebnisse der Studie sind in der folgenden Abbildung zusammengefasst.