Familienbasierte Prävention

Neben den Einflüssen Gleichaltriger sind Risiko- und Schutzfaktoren des familiären Kontexts für die Entstehung von Suchtstörungen im Jugendalter beispielsweise als Reaktion auf ungünstige Familienverhältnisse von großer Bedeutung und geben Anlass zu familienbezogenen Präventionsmaßnahmen.


Grundsätzlich gilt, dass sich die Effekte von Maßnahmen der Prävention und Entwicklungsförderung steigern lassen, wenn die Familie als wichtige Ressource für die Entwicklung miteinbezogen werden kann. Systematische Übersichtsarbeiten (vgl. Arnaud & Thomasius, im Druck) kommen insgesamt zu dem Schluss, dass insbesondere solche Programme effektiv sind, die auf den Aufbau und die Förderung entwicklungspsychosozialer Inhalte (z.B. die Entwicklung sozialer Fertigkeiten, Förderung des persönlichen Verantwortungsgefühls und der Selbstregulation) setzen, die Eltern und Familien aktiv einbeziehen und im Übergang vom Kindes- in das Jugendalter ansetzen.

Solche Programme zeigen konsistente, mittel- bis langfristig anhaltend günstige Effekte auf den Substanzkonsum, andere Risikoverhaltensweisen und Verhaltensauffälligkeiten (z.B. Aggression, sozialer Rückzug) und sind für einen Zeitraum von bis zu acht Jahren belegt.